Verbrauchertipps

Firmen-Beurteilung

Wer als Privatperson einen Vertrag mit einer Firma abschließen möchte, sollte sich vorher über die Seriösität des Unternehmens informieren. So kann man häufig schwarze Schafe im Vorfeld aussortieren. Eine Möglichkeit bieten Beschwerdeplattformen im Internet (z.B. Reclabox). Hier können Sie mit Hilfe der Suche das Unternehmen finden und sich ein Bild über das Geschäftsgebahren machen.

Nutzen Sie die Portale auch, um selber Beschwerden kostenlos einzustellen!

Stromanbieter

Die Flexibilisierung des Strommarktes hat vor allem dazu geführt, dass sich auch unseriöse Anbieter auf dem Markt tummeln. Markante Beispiele sind die Firmen TelDaFax und Flexstrom, die durch Konkurs Hunderttausende Kunden um ihre Vorauszahlungen gebracht haben.
Mögliche Hinweise auf problematische Anbieter sind:
- Sie verlangen eine Vorauszahlung für bis zu einem Jahr oder hohe Kautionsbeträge (im Falle eines Konkurses ist das Geld dann weg).
- Sie buchen ungerechtfertigt hohe Abschlagzahlungen ab (auch hierdurch werden Sie bei einem Konkurs geschädigt).
- Hohe Bonuszusagen werden am Ende verweigert, verspätet und nur auf Druck ausgezahlt oder sind bei einem Konkurs weg.

Sehr nützliche Informationen bietet auch - meiner Meinung nach - der Bund der Energieverbraucher.

Wenn Sie sich für einen neuen Stromanbieter entscheiden wollen, geben Sie in Google neben dem Namen des Anbieters ein zusätzliches Suchwort ein, wie Beschwerde, Abzocke, Betrug, Verbraucherzentrale, Insolvenz oder ähnliches.

Manche Anbieter verkaufen gegen Aufpreis so genannten Ökostrom. Haben die etwa ein eigenes Leitungsnetz? Natürlich nicht. Für jede kWh Ökostrom, die Sie kaufen, erhält ein anderer Stromkunde eine kWh Nicht-Ökostrom. Insgesamt ändert sich am Energiemix also überhaupt nichts! Wenn Sie ein reines Gewissen haben möchten, investieren Sie besser in seriöse Projekte alternativer Energien (oder fahren einfach weniger Auto).

E10 Kraftstoff

Der deutsche Sonderweg mit dem vermeintlichen Öko-Kraftstoff E10 hat zu vielen Kontroversen geführt und wird von den Autofahrern nur wenig akzeptiert.
Aber lohnt sich das Tanken von E10 denn wenigstens finanziell? Selbst das nicht! Der Preisvorteil von 3 Ct/Liter zum Superbenzin wird durch den Mehrverbrauch von 2% vollständig aufgehoben (bei einem Preis von etwa 1,50 Euro/Liter).

Die Aktien-Lüge

Banken und Fondsmanager verdienen durch Gebühren (bei Fonds mehrere Prozent im Jahr!) immer an Aktien - auch wenn die Kurse fallen.
Und noch ein Tipp: Kaufen Sie nie die Produkte, die Ihnen die Banken oder Versicherungen werbemäßig anbieten. Hieran verdienen die Banken am meisten - und Sie am wenigsten!

Riester, nein Danke!

An Rieser-Verträgen verdienen in den allermeisten Fällen nur die Anbieter und nicht die Kunden! Denn es werden horrende Abschlussgebühren und laufende Kosten einbehalten, die häufig höher als die staatlichen Zuschüsse sind. Im Endeffekt ist das Riestern einzig und allein ein staatliches Subventionsprogramm für Banken und Versicherungen.
Auch Finanzexperten raten in der Mehrzahl von Riester-Verträgen ab. Wenn Sie noch keinen Vertrag abgeschlossen haben, lassen Sie die Finger davon! Wenn doch: Prüfen Sie genau die Konditionen und überlegen Sie, ob es sich sogar lohnt, wieder auzusteigen.

Lebensmittel

Es werden immer wieder völlig unnütze Lebensmittel auf den Markt gebracht und teuer vermarktet. Ein Beispiel: Mineralwasser mit Sauerstoff O2. Sauerstoff kann vom Magen überhaupt nicht aufgenommen werden. Und mit jedem Atemzug bekommt Ihr Körper mehr Sauerstoff als in einem Glas solchen Unsinn-Wassers enthalten ist.

Die Angst der Eltern

Viele Geschäftemacher nutzen die Sorge der Eltern um die Gesundheit Ihrer Kinder schamlos aus. Ein Beispiel hierfür ist die Nabelschnurblut-Konservierung, die von privaten Firmen zu Beträgen von mehreren 1000 Euro angeboten wird, und lediglich dazu dient, deren Kassen prall zu füllen. Denn das eigene Nabelschnurblut kann gar nicht zur Heilung von Krankheiten desselben Menschen genutzt werden. Viele Ärzte sprechen sich deshalb gegen diese nutzlose Maßnahme aus!
Eine weitere Modeerscheinung der letzten Jahre besteht darin, dass anscheinend schon Babies und Kleinkinder zum “Osteopathen” geschickt werden müssen. Klar, denn die Kinder, die vor dieser Welle geboren wurden, sind jetzt alle Krüppel ;-)
Ach ja: da sind dann noch diese Bernstein-Ketten, die angeblich das Zahnen erleichtern sollen. Kein Kommentar!

Gesundheit

Da werden Magnete verkauft, die unter der Matratze oder als Armband heilen sollen. Bachblüten sollen Medikamente ersetzen (sie haben mit einem Wasser führenden Bach  nichts zu tun; der Mensch, der sie erfunden hat, war der britische Arzt Edward Bach). Schüßler-Salze werden nach einer Antlitzanalyse verabreicht :-) Legt man einen Stein ins Wasser, wird es zum Grander-Wasser (von einem Wiener Gericht als “parawissenschaftlicher Unfug” bezeichnet). Krankheitsherde werden ausgependelt (hahaha!). ...
Eines ist all diesen Methoden gemein: Es gibt keinerlei Nachweise, dass sie irgendeinen gesundheitlichen Nutzen haben (wissenschaftlich belegt). Nur einige Unternehmer verdienen sehr gut damit.
Da fühlt man sich doch bis ins düstere Mittelalter zurück versetzt!